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Datum: 
Sonntag, 25. Februar 2018 - 12:00

Afghanische Asylsuchende ab 1.1.2018 wieder von vielen Integrationsmöglichkeiten ausgeschlossen

Erst im Juli 2017 hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) seine Förderinstrumente auf afghanische Asylsuchende ausgedehnt (siehe Meldung vom 14.07.2017). Somit können Afghan*innen im laufenden Asylverfahren derzeit u.a. berufsbezogene Deutschkurse nach § 45a AufenthG, Berufsausbildungsbeihilfe, ausbildungsbegleitende Hilfe, assistierte Ausbildung und berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen. Diese Regelung ist bis zum 31.12.2017 befristet, eine Verlängerung ist laut Agentur für Arbeit nicht zu erwarten. Für die Praxis bedeutet dies, dass man versuchen sollte, afghanische Geflüchtete bis Jahresende in eine der noch möglichen Maßnahmen zu vermitteln. Bezüglich des Zugangs zu berufsbezogenen Deutschkursen ist zu beachten, dass bis zum 31.12.2017 die Teilnahmeberechtigung ausgestellt sein muss, der Kurs 2018 beginnen.

Quelle: http://fluechtlingsrat-bw.de/

Wertvoller Hinweis von Frau Sunten:

Ich habe  kürzlich für einen afghanischen Vermessungsingenieur einen DeuFöV-C1-Kurs beantragt und erfuhr dadurch, dass die Förderinstrumente der BA für Flüchtlinge ab 2018 wieder wegfallen. Ich wurde aber n i c h t darauf hingewiesen, dass die von Andreas Linder und in der Weisung der BA erwähnten Förderinstrumente weiterhin noch möglich sind, wenn a) bis zum 31.12.2017 eine Teilnahmebestätigung vorgelegt wird (ich nehme an, bei der Arbeitsagentur) und b) der Kurs/die Maßnahme  bis März 2018 beginnt. Es würde sich also lohnen, für geignete afghanische Flüchtlinge solche Maßnahmen noch vor Weihnachten zu organisieren - über Weihnachten und Neujahr sind sicherlich alle Behörden geschlossen. Nur ein Beispiel: Wenn ein Flüchtling bis ca. Februar eine A2- oder B1-Prüfung macht, wäre es gut, jetzt einen Anschlusskurs zu organisieren. Wenn er schon gut genug Deutsch spricht, könnte man auch eine andere berufs- oder ausbildungsbegleitende Maßnahme beantragen.